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+++ Das NABU-Buchholz Programm 2017 steht zum Download bereit +++
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Stadtfest in Buchholz

Der NABU-Buchholz hatte diesmal sein neues Zelt schon am Donnerstagabend aufgestellt. Dank der vielen Helfer war dies in aller Kürze erledigt. Wie gut diese Entscheidung war, zeigte sich am Freitag Vormittag, es regnete in Strömen. Der Boden war aufgeweicht und einige Fahrzeuge fuhren sich auch noch fest. Am Samstagvormittag erreichte die "Schlammschlacht" ihren Höhepunkt, ein schweres Zulieferfahrzeug für das Bierzelt gegenüber hat auf unserer Seite den ganzen Rasen aufgewühlt. Die Stadtfest-Organisation besorgte dann einige Grünbeläge als Wege, so wurde dann doch noch das Zelt auch für Besucher ohne Gummistiefel erreichbar.

 

Der Sonntag zeigte sich dann schon deutlich besser, es trockneten auch die Zuwegungen wieder ein wenig, so dass sich dann doch viele Besucher und Interessierte einfanden. Dabei ergaben sich Gespräche über das rasante Artensterben bei vielen Vogelarten und den dramatischen Rückgang der Insektenvielfalt. Beides kann vielleicht nicht nur auf unsere Agrarindustrie zurückgeführt werden, aber diese hat doch einen wesentlichen Anteil. Besonders die intensive Nutzung der Felder durch Mais- und Rapsanbau und natürlich der Einsatz von Pestiziden leisten hier ihren Beitrag. Für manch einen Besucher war es neu, das z.B. Rebhühner einen Rückgang in der Population von 13,5 Mio Tieren in 1980 auf nur noch 0,8 Mio in 2010 zu verzeichnen haben, eine Folge unserer heutigen Monokultur in der Landwirtschaft.

 

Die folgenden offiziellen Artikel des BfN aber auch die Naturschutz-Offensive 2020 geben ganz klare Handlungsziele vor.  

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AGRAR-Report 2017 des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
Dieser aktuelle Report beschreibt sehr exakt, was wir heute mit unsereren Landwirtschafts-Industriebetrieben der Umwelt und der in der Natur lebenden Flora und Fauna antun.
Agrar-Report2017.pdf
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Naturschutz-Offensive 2020 des Bundesministerium für Umwelt
Hier wird sehr deutlich beschrieben, welchen immensen Handlungsbedarf wir haben um unsere Umwelt und die Natur noch halbwegs zu retten und für künftige Generationen zu erhalten
naturschutz-offensive_2020_broschuere_bf
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Exkursion zu den Bibern nach Geesthacht

Am Sonntag, den 18.06 waren wir in der Nähe von Geesthacht. Der NABU-Buchholz hatte gemeinsam mit dem NABU-Hanstedt und dem NABU-Winsen zu einer naturkundlichen Wanderung unter der Führung von Detlef Gumz eingeladen. Diesmal ging es mit dem Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg auf den Spuren des Bibers durch das Niedermarschachter Werder bei Geesthacht. Vor 100 Jahren war der Biber aufgrund seines Fells sowie dem  

„Bibergeil“, ein Duftstoff zur Markierung des Reviers, fast ausgerottet. Dank umsichtiger Naturschutzmaßnahmen hat sich die Population innerhalb der letzten 60 Jahre in Deutschland von nur 200 auf 7000 Exemplare erhöht und so breitet er sich langsam wieder in den heimischen Gefilden aus. Der Biberexperte Roger Günzel erläuterte uns, dass nun schon seit mehr als 10 Jahren hier an der Elbe wieder Biber ansässig sind. Herr Günzel hatte auch einige Schaustücke, so ein Biberfell aber auch einen Schädel mit den mächtigen, immer nachwachsenden, Nagezähnen dabei. Zum Abschluss unserer Exkursion berichtete noch „Storchen-Vater“ Hans Steinert von sehr erfreulichen Bruterfolgen, in diesem Jahr wurden die meisten Jungstörche seit 1971 gezählt, bisher 76. Natürlich haben wir neben den Biberspuren auch die Störche, den Rotmilan und etliche Gänse an der Elbe beobachten können.

Vogelkundliche Exkursion am 29.04. nach Drage

Mit "großem Besteck" ging es diesmal zur Kleientnahmestelle in Drage, so nennen Ornithologen ihre Spektive mit zugehörigen Stativen, eine ganz schön gewichtige Sache. Über mehr als 2 Stunden zeigte uns Stephan Gröhn die Vielfalt der Vogelwelt in einer quasi "Mondlandschaft". Denn durch die Bearbeitung des Menschen sind hier Gewässer mit sehr wenig Vegetation entstanden und manche Vogelart bevorzugt eine solche Umgebung. Allerdings wird durch die Sukzession langsam der Uferbewuchs immer dichter. Das wiederum nutzen viele andere Vögel um dort im Schilf zu niesten. So siedeln sich einzelne Tier- und Pflanzen-Arten an, verschwinden dann aber auch wieder. Besonders unsere Bodenbrüter haben es schwer, denn auch hier werden Brachflächen in der Umgebung zu landwirtschaftlichen Nutzflächen umgewandelt und sind damit nicht mehr als Brutgebiete geeignet.

Wald aufräumen mit REWE-Auszubildenden

Am 01.April trafen sich die NABU-Aktiven mit den REWE-Auszubildenden unter Leitung von REWE Marktleiter Ralf Lorenz auf unserem Biotop in Düvelshöpen. Die Auszubildenden hatten ihr jährliches Event diesmal unter das Motto "Naturschutz" gestellt. Gemeinsam mit den NABU-Aktiven wurden die im Januar geschnittenen Bäume (Birken/Weiden) zu Holzstapeln bzw. die Zweige und Äste zu Benjes-Hecken aufgeschichtet. Ziel ist es, Möglichkeiten zum Unterschlupf für Vögel und Kleinsäuger zu schaffen, als auch Insekten anzulocken, die sich im Totholz ansiedeln können und dann wieder im Rahmen der natürlichen Nahrungskette eine Futterquelle für diverse Vögel zu bieten.  

Vogelkundliche Exkursion mit Stephan Gröhn

Diesmal ging es in das bekannte Tister Moor. Für viele von uns war das Wetter mehr als schlecht. Da überraschte uns Stephan mit der klaren Ansage, dass dies das ideale Wetter zur Vogelbeobachtung ist, denn es ist sonst kein Besucher im Moor und auf dem Beobachtungsturm. Es besteht durchaus die Chance, seltene Vögel zu sehen. So war es dann auch, über den vielen Gänsen und Enten kreiste schon ein Rotmilan. Stephan erläuterte die unterschiedlichen Entenarten und war begeistert von der heutigen Artenvielfalt. Plötzlich herrschte Aufregung unter den Gänsen und Enten, denn der Seeadler machte einen "Aufklärungsflug" über dem Teichgelände. Wir konnten mit den Spektiven bzw. einem neuartigen Fernglas mit Bildstabilisator viele Details sehen.

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