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Exkursion zu den Bibern nach Geesthacht

Am Sonntag, den 18.06 waren wir in der Nähe von Geesthacht. Der NABU-Buchholz hatte gemeinsam mit dem NABU-Hanstedt und dem NABU-Winsen zu einer naturkundlichen Wanderung unter der Führung von Detlef Gumz eingeladen. Diesmal ging es mit dem Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg auf den Spuren des Bibers durch das Niedermarschachter Werder bei Geesthacht. Vor 100 Jahren war der Biber aufgrund seines Fells sowie dem  

„Bibergeil“, ein Duftstoff zur Markierung des Reviers, fast ausgerottet. Dank umsichtiger Naturschutzmaßnahmen hat sich die Population innerhalb der letzten 60 Jahre in Deutschland von nur 200 auf 7000 Exemplare erhöht und so breitet er sich langsam wieder in den heimischen Gefilden aus. Der Biberexperte Roger Günzel erläuterte uns, dass nun schon seit mehr als 10 Jahren hier an der Elbe wieder Biber ansässig sind. Herr Günzel hatte auch einige Schaustücke, so ein Biberfell aber auch einen Schädel mit den mächtigen, immer nachwachsenden, Nagezähnen dabei. Zum Abschluss unserer Exkursion berichtete noch „Storchen-Vater“ Hans Steinert von sehr erfreulichen Bruterfolgen, in diesem Jahr wurden die meisten Jungstörche seit 1971 gezählt, bisher 76. Natürlich haben wir neben den Biberspuren auch die Störche, den Rotmilan und etliche Gänse an der Elbe beobachten können.

Vogelkundliche Exkursion am 29.04. nach Drage

Mit "großem Besteck" ging es diesmal zur Kleientnahmestelle in Drage, so nennen Ornithologen ihre Spektive mit zugehörigen Stativen, eine ganz schön gewichtige Sache. Über mehr als 2 Stunden zeigte uns Stephan Gröhn die Vielfalt der Vogelwelt in einer quasi "Mondlandschaft". Denn durch die Bearbeitung des Menschen sind hier Gewässer mit sehr wenig Vegetation entstanden und manche Vogelart bevorzugt eine solche Umgebung. Allerdings wird durch die Sukzession langsam der Uferbewuchs immer dichter. Das wiederum nutzen viele andere Vögel um dort im Schilf zu niesten. So siedeln sich einzelne Tier- und Pflanzen-Arten an, verschwinden dann aber auch wieder. Besonders unsere Bodenbrüter haben es schwer, denn auch hier werden Brachflächen in der Umgebung zu landwirtschaftlichen Nutzflächen umgewandelt und sind damit nicht mehr als Brutgebiete geeignet.

Wald aufräumen mit REWE-Auszubildenden

Am 01.April trafen sich die NABU-Aktiven mit den REWE-Auszubildenden unter Leitung von REWE Marktleiter Ralf Lorenz auf unserem Biotop in Düvelshöpen. Die Auszubildenden hatten ihr jährliches Event diesmal unter das Motto "Naturschutz" gestellt. Gemeinsam mit den NABU-Aktiven wurden die im Januar geschnittenen Bäume (Birken/Weiden) zu Holzstapeln bzw. die Zweige und Äste zu Benjes-Hecken aufgeschichtet. Ziel ist es, Möglichkeiten zum Unterschlupf für Vögel und Kleinsäuger zu schaffen, als auch Insekten anzulocken, die sich im Totholz ansiedeln können und dann wieder im Rahmen der natürlichen Nahrungskette eine Futterquelle für diverse Vögel zu bieten.  

Vogelkundliche Exkursion mit Stephan Gröhn

Diesmal ging es in das bekannte Tister Moor. Für viele von uns war das Wetter mehr als schlecht. Da überraschte uns Stephan mit der klaren Ansage, dass dies das ideale Wetter zur Vogelbeobachtung ist, denn es ist sonst kein Besucher im Moor und auf dem Beobachtungsturm. Es besteht durchaus die Chance, seltene Vögel zu sehen. So war es dann auch, über den vielen Gänsen und Enten kreiste schon ein Rotmilan. Stephan erläuterte die unterschiedlichen Entenarten und war begeistert von der heutigen Artenvielfalt. Plötzlich herrschte Aufregung unter den Gänsen und Enten, denn der Seeadler machte einen "Aufklärungsflug" über dem Teichgelände. Wir konnten mit den Spektiven bzw. einem neuartigen Fernglas mit Bildstabilisator viele Details sehen.

Offene Briefe an die Minister Wenzel und Meyer

Themen RROP 2025 und HWW Wasserrechtsverfahren

Die Naturschutzverbände im Landkreis Harburg haben sich in einem offenen Brief jeweils an den Minister Stefan Wenzel im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie an Minister Christian Meyer im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gewandt. Hintergrund ist die aus unserer Sicht massive Einschränkung der öffentlichen Beteiligung im Rahmen des Regionalen Raumordnungsprogramm 2025 und da speziell zum Thema Biotopverbund. Die Naturschutzverbände hoffen hier auf eine Einsicht der Verwaltung des LK Harburg und eine besondere Wahrnehmung der Umwelt-/Naturschutz-Belange durch die Politik.

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Offener Brief an MU und ML in Niedersachsen
MU-Brief-27.10.2016.pdf
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Siehe unter: NABU-Biotope Archiv