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Info: NABUKis starten in 2016 unter neuer Leitung, siehe Homepage-Seite: NABUKis
INFO aus den Biotopen: Wir suchen Mitstreiter für die Biotope. Vorkenntnisse nicht erforderlich, Einarbeitung findet statt

Pflegemaßnahmen in Düvelshöpen

Pünklich um 08:30 Uhr am 19. Dezember traf sich Werner Wiesmaier mit den Forstunternehmern Stephan Lissner und Michael Meine auf unserem Waldgrundstück. Aufgabe war es, den Pflegestau der vergangenen Jahre abzuarbeiten. Hier mussten einige sogenannte "Problembäume" (Weiden, Birken) durch die Profis gefällt werden, damit die Buchen und Eichen eine Chance haben sich zu entwickeln. Warum "Problembäume"? Einige Birken haben mittlerweile eine stattliche Größe erreicht und sind teilweise sehr schief gewachsen. Diese drohten bei einer Fällung durch Ungeübte, dann bei den erhaltenswerten Bäumen Schäden anzurichten, daher haben wir uns für diese Lösung entschieden. Ganz nebenbei wurde auch das Hinweisschild über unser Biotop von Werner aufgestellt, wie schon einige Tage vorher auf der Biotop-Fläche in Handeloh.

...und im Morgengrauen kam der Bagger

Keine Sorge, zwar fangen so einige Berichte über schwere Eingriffe in die Natur an, aber hier haben der AKN und der NABU Gutes im Sinn. Unter fachkundiger Anleitung von Reinhard Kempe wurden auf den Grundstücken des AKN und des NABU in Handeloh am 16.12. ab 07:30 Uhr - also noch im Dunkeln - jeweils 4 Flächen abgetragen, um so wieder ausreichend Platz für Flechten, Moose und andere Pflanzen zu schaffen, die einen mageren Boden bevorzugen. Der "Aushub" wurde dann in Verlängerung zur Benjes-Hecke auf dem NABU-Gelände als kleiner Wall aufgetragen, hier können sich auch neue Areale für Flora und Fauna bilden. Gegen 13:00 Uhr war alles fertig und wir waren bei Temperaturen um Null Grad gut durchgefroren.  

Aus gegebenen Anlass

Kritischer Artikel zum Thema: Geflügelpest
Dieser Artikel beschreibt die aktuelle Situation sehr gut und zeigt auf in welcher misslichen Lage sowohl die Politik als auch die Massentierhalter jetzt stecken. Auf der einen Seite möchte man weiterhin billigstes Geflügelfleisch anbieten, andererseits sind bereits heute viele Konsumenten resistent gegen Antibiotika, weil mengenweise Medikamente an das Geflügel "verfüttert" werden muss. Um diese Problematik zu kaschieren, werden einfach die Wildvögel zu den Tätern gemacht.
Steiof et al 2015.pdf
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Umwelt/Vögel/Vogelgrippe

NABU: Kritische Analyse beleuchtet Verbreitungswege für Vogelgrippe in Geflügelwirtschaft

Miller: Scheuklappen bei der Suche nach Ansteckungsquellen für Vogelgrippe ablegen

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Berlin – Angesichts einer aktuell veröffentlichten kritischen Analyse zum derzeitigen Auftreten der Vogelgrippe und ihrer Verbreitung erneuert der NABU seine Kritik an der bislang einseitigen Ursachenforschung zur Ausbreitung der Geflügelpest. Eine Gruppe unabhängiger Experten des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza (WAI) hat das bisherige Ausbruchgeschehen in Europa detailliert dokumentiert.  Diese Aufstellung geht weit über die aktuelle Risikoanalyse des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) vom 25.11.2016 hinaus. Anhand  der aufgelisteten Indizien wird die Hypothese des FLI, dass das Vogelgrippe-Virus H5N8 allein durch Wildvögel verbreitet wird, kritisch hinterfragt. Zahlreiche Indizien sprechen vor allem für eine Verbreitung des Virus durch die Geflügelwirtschaft selbst. Der NABU fordert das FLI auf, diese Hinweise ernst zu nehmen und mit allen ihm als zuständiger Behörde zur Verfügung stehenden Mitteln zu prüfen.

 

„Das zuständige Bundesinstitut ignoriert bis heute sämtliche Indizien, die dafür sprechen, dass sich Geflügelbetriebe vor allem durch die Stoffströme der Geflügelwirtschaft selbst mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 infizieren. Die Ergebnisse legen nahe,  die Fahrtenbücher und GPS-Daten von Tiertransporten auszuwerten, um zu untersuchen, ob sich diese Routen mit Ausbruchsherden der Krankheit decken“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Stattdessen verweist das Institut ausschließlich auf Wildvögel als Überträger. „Diese Scheuklappen-Mentalität erklärt, warum auch zehn Jahre nach dem ersten großen Vogelgrippe-Ausbruch in Deutschland tatsächliche Eintragsquellen nie identifiziert wurden und zukünftige Ausbrüche nicht verhindert werden können.“

 

So zeigt eine eingehende Gen-Analyse zwar – wie vom FLI betont – eine große Ähnlichkeit des aktuell grassierenden Virus mit einem im Juni 2016 an einem sibirischen See bei Wildvögeln gefundenen Virus. Sie widerlegt allerdings eindeutig die Behauptung, dass das Virus über diese Wildvögel über weitere Stafetten nach Europa gelangt sein könnte, denn das Virus der sibirischen Wildvögel ist eindeutig kein Vorläufer des aktuellen Virus in Europa, sondern hatte sich wenige Monate zuvor von einem gemeinsamen Vorläufervirus abgespalten, das in einem chinesischen Schlachthof entdeckt wurde. Zudem wurden alle Wildvögel dort nach der vorliegenden russischen Originalquelle tot aufgefunden, und nicht, wie vom FLI behauptet „gesund geschossen“. Damit steht abermals die bisher unbelegte Aussage des FLI, dass Wildvögel das Virus lange Zeit in sich tragen und dabei ansteckend seien ohne selber daran zu erkranken, auf tönernen Füßen. Ohne diese Hilfsthese ist aber eine Verbringung des Virus durch Wildvögel über Kontinente hinweg nicht denkbar.

 

„Sehr wahrscheinlich hat das aktuelle Virus daher seinen Weg direkt aus der Geflügelwirtschaft in China nach Europa gefunden – ohne die Hilfe von Wildvögeln, die niemals direkt von China nach Europa ziehen“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Da entsprechende Viren offenbar nicht täglich aus China importiert werden, wo sie sich beständig in der Geflügelwirtschaft halten, wäre hier nach einem Zufallsereignis zu suchen, z.B. einem nicht ausreichend desinfizierten Transportstall beim Handel mit Geflügel.

 

Vermutlich bereits ab Mitte Oktober zirkulierte das Virus in Ost-Ungarn bereits in Geflügelhaltungen. Entdeckt wurde es in den Stallhaltungen allerdings erst Anfang November. Ungarische Geflügelexporte gehen zu 99 Prozent in nur drei Länder: Polen, Österreich und Deutschland. Genau hier wurden Anfang November die ersten an H5N8 gestorbenen Wildvögel, meist Reiherenten gefunden. Die Tatsache, dass diese Ausbruchherde meist in unmittelbarer Nähe großer Schlachthöfe oder an den vermuteten Routen und Rastplätzen von Lebendgeflügel-Transporten liegen, ruft dringend nach einer eingehenden Überprüfung aller Transporte zwischen betroffenen Betrieben und Schlachthöfen in den genannten Ländern.

 

Der wiederholte Beginn des Ausbruchsgeschehens Anfang November soll laut FLI die These stützen, dass in Europa überwinternde sibirische Zugvögel das Virus jedes Jahr wieder eintragen. Dazu stellt der NABU fest, dass sibirische Wasservögel bereits ab August in Europa eintreffen, sicherlich aber nicht erst ab Anfang November. Plausibler wäre eher ein Zusammenhang mit der zu dieser Jahreszeit erhöhten Zahl von Martins- und Weihnachtsgänsen oder Erntedank-Truthähnen, die zu den wenigen Großschlachthöfen transportiert werden müssen.

 

Nachdenklich stimmt auch der H5N8-Fall in einer großen deutschen Massenhaltung: In einem Putenbetrieb in Barßel im Landkreis Cloppenburg/Niedersachsen mussten 16.000 Puten gekeult werden, dazu 92.000 Hühner in benachbarten Betrieben. Bislang wurde in der Umgebung bisher kein infizierter Wildvogel entdeckt. Auffällig ist, dass dieser Betrieb bereits beim vergangenen Ausbruch 2014 betroffen war. Zudem liegt er nur wenige Kilometer von einer großen Fleischmehlfabrik entfernt. „Wie wahrscheinlich ist bei dieser Indizienlage, dass sich die abgeschlossene Massenhaltung über den Kot von Wildvögeln angesteckt haben könnte?“, so Lachmann. Diese Frage bleibt bisher vom FLI unbeantwortet.

 

Der NABU fordert Bund und Länder auf, die Suche nach den Haupt-Übertragungswegen dringend auch auf die Transporte und Stoffströme der Geflügelindustrie auszudehnen. „Achselzuckend nur auf die Zugvögel als angeblich unvermeidliche Infektionsherde zu verweisen, verspielt die Chance, zukünftigen Ausbrüchen endlich einen Riegel vorzuschieben, und damit die überproportionale Belastung von Freiland-Geflügelhaltungen durch die wiederkehrende Stallpflicht zu vermeiden und gleichzeitig auch die Gefahr für Wildvögel zu bannen“, so Lachmann.

 

Mehr Infos:

www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/vogelgrippe/

 

Chronik WAI: Chronik WAI: http://wai.netzwerk-phoenix.net/index.php/h5n8-chronik-2016

 

Risikoeinschätzung des FLI unter www.FLI.de bzw. letzte Einschätzung https://openagrar.bmel-forschung.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00000893/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAIV_H5N8_20161125.pdf

 

 

Für Rückfragen:

 

Lars Lachmann, Referent für Vogelschutz und Ornithologie, Tel. +49 (0)30.28 49 84-1620, Mobil 0172-9108275, E-Mail: Lars.Lachmann@NABU.de  

 

Leider wird schon wieder versucht, die Öffentlichkeit gezielt zu desinformieren und von der besonders in Niedersachsen hochproblematischen Massentierhaltung abzulenken. Nicht nur unser Boden wird durch Gülle verseucht, das Trinkwasser mit Nitrat belastet, sondern jetzt werden auch noch die Wildvögel gefährdet.

 

Zitat vom NABU-Niedersachsen vom 11.11.2016:  

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Umwelt / Vögel

 

NABU: Wildvögel sind Opfer, nicht Verursacher!

 

Quellen der Vogelgrippe müssen dringend gefunden und bekämpft werden

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Hannover Derzeit tritt in Deutschland wieder die hoch pathogene H5N8-Variante der Geflügelpest auf. Das ursprünglich aus Ostasien stammende Vogelgrippevirus war zuletzt vor zwei Jahren in Deutschland nachgewiesen worden. Das Virus stellt auch eine Gefahr für Wildvögel dar, bislang gab es Nachweise in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Noch wurden keine Nachweise in Niedersachsen gemeldet.

 

Der NABU Niedersachsen fordert dennoch dringend, nach den Ein- und Austragswegen der Viren in der Geflügelwirtschaft zu suchen und diese entsprechend auszuschalten.

Wildvögel sind Opfer, keine Täter. Die Vogelgrippe sollte darum als das bezeichnet werden, was sie ist: als Geflügelpest“, sagt Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen.

 

„Bei der Bekämpfung der Geflügelpest ist es entscheidend, Verursacher und Opfer genau zu kennen und zu unterscheiden. Die Vogelgrippe-Viren entstehen ursprünglich in kommerziellen Geflügelbetrieben, verbreiten sich mutmaßlich durch den Geflügelhandel und können anschließend auch Wildvögel befallen. Eine umgekehrte Übertragung von Wildvögeln zurück auf Hausgeflügel wurde bisher noch nie zweifelsfrei nachgewiesen“, so Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen weiter.

 

Einzelne Behörden hatten zuletzt auf die Verbreitung des Virus‘ durch ziehende Wildvögel und die damit einhergehende Gefährdung für kommerzielle Geflügelhaltungen hingewiesen. Untersuchungen wiesen jedoch nach, dass sich in Wildvogelbeständen hochpathogene Viren nicht lange halten können. Das Virus wird stattdessen immer wieder neu aus der Geflügelhaltung in die Wildvogelpopulation eingetragen. Der NABU Niedersachsen spricht sich dafür aus, die genauen Infektionswege der betroffenen Mastanlagen zu identifizieren. Dazu müssten die Waren- und Materialströme der infizierten Betriebe untersucht werden, ebenso die Küken und Bruteier, die einen weitaus besseren Zugang zu Mastbetrieben haben, als Wildvögel.

 

Der NABU Niedersachsen fordert, Wildvögel vor Ansteckungen durch die Geflügelwirtschaft zu schützen. Daher sind strikte Sicherheitsmaßnahmen für alle industriellen Nutzgeflügelbetriebe umzusetzen. Entsprechende Betriebe dürfen in Zukunft nicht mehr in Gebieten mit großen Vorkommen von Wasservögeln genehmigt werden.

 

In Europa trat das Virus bislang immer in – eigentlich hermetisch abgeschlossenen – großen Betrieben mit Hausgeflügelbeständen auf, nie aber in kleineren und mit Wildvögeln eher in Kontakt stehenden Freilandbeständen. Wildlebende Wasservögel, wie zuletzt etwa Reiherenten oder Blässhühner, können sich leicht durch nicht ordnungsgemäß entsorgte Abfallprodukte der Geflügelwirtschaft infizieren, beispielsweise wenn Geflügelkot oder Kadaver in Gewässer gelangen. Dass infizierte Wasservögel jedoch Zugang zu Intensivmastbetrieben haben, ist kaum möglich. „Eine Ansteckung von Wildvögeln durch Hausgeflügel ist damit wesentlich wahrscheinlicher ist als der umgekehrte Weg“, so Dr. Holger Buschmann.

 

Das Virus ist eine Gefahr für wilde Wasservogelbestände, insbesondere dort, wo sich mangels anderer geeigneter Lebensräume große Vogelmengen in kleinen Schutzgebieten konzentrieren. Im Sommer 2007 etwa starben 285 von rund 450 der seltenen Schwarzhalstaucher auf dem Stausee Kelbra in Thüringen infolge einer H5N1-Infektion. Besonders bedroht erscheint derzeit die oft gemeinsam mit der Reiherente in Deutschland überwinternde Tafelente, die seit 2015 als weltweit gefährdet gilt und mit 90.000 Individuen europaweit vor allem in Deutschland überwintert.

 

Mehr Informationen: www.NABU.de/vogelgrippe

 

 

Aktuelle News-Seite zur Vogelgrippe: www.NABU.de/news/2016/11/21484.html

Zitat ende.

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Offene Briefe an die Minister Wenzel und Meyer

Themen RROP 2025 und HWW Wasserrechtsverfahren

Die Naturschutzverbände im Landkreis Harburg haben sich in einem offenen Brief jeweils an den Minister Stefan Wenzel im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie an Minister Christian Meyer im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gewandt. Hintergrund ist die aus unserer Sicht massive Einschränkung der öffentlichen Beteiligung im Rahmen des Regionalen Raumordnungsprogramm 2025 und da speziell zum Thema Biotopverbund. Die Naturschutzverbände hoffen hier auf eine Einsicht der Verwaltung des LK Harburg und eine besondere Wahrnehmung der Umwelt-/Naturschutz-Belange durch die Politik.

Offener Brief an MU und ML in Niedersachsen
MU-Brief-27.10.2016.pdf
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Exkursion zum NSG Süderelbe

Am 30.10. haben wir als letzte Exkursion des Jahres 2016 mit dem NABU-Hamburg Aktiven Walter Marbes das Naturschutzgebiet „Finkenwerder Süderelbe" im Westen von Hamburg Finkenwerder besucht. Die Alte Süderelbe ist ein buchtenreiches, von Prielen und Rillen durchzogenes Stillgewässer. Es ist von Hochstaudenfluren, Röhrichten, Kleingewässern und Auwaldresten umgeben. Im Norden grenzt es an die Westerweiden. Zahlreiche Arten der Feuchtgebiete finden dort einen geeigneten Lebensraum. Hierzu zählen Säbelschnäbler, diverse Entenarten und die Brandgans. Hamburgs größtes Seefroschvorkommen befindet sich auf diesen Flächen. Neben wilden Schwänen konnten wir auch einen Fischadler beobachten. Der NABU-Hamburg unterhält zwei Beobachtungshütten, die einen ungetrübten Blick auf die Vogelwelt erlauben. Von Walter erfuhren wir vieles über den früheren Süderelbe Verlauf und das heutige tiedefreie Stillgewässer, mit seinem Spektiv konnten zahlreiche Gänse verschiedener Arten beobachtet werden.  

Eulen in Handeloh

Ein naturinteressierter Einwohner unseres Ortes Handeloh hat diese Bilder von Waldohreulen (Asio otus) gemacht. Copyright: Markus Hassel


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